Sarah-Quita PWA

Sarah-Quita PWA

Team-Rider Sarah-Quita macht sich bereit für ihre Saison in der PWA. Wir haben ihr ein paar Fragen zu ihren Vorbereitungen auf die Saison gestellt. Wie schafft sie es, jedes Jahr wieder in Topform zu kommen, und wie hat sie ihren Durchbruch in der Disziplin Wave geplant?  

Du bist bereits 10 Mal Weltmeisterin im Freestyle und vier Mal im Slalom, wie schaffst du es jedes Jahr aufs Neue, so herausragend fit zu werden?
''Ich denke, das liegt daran, dass ich schon in jungen Jahren mit dem Windsurfen und mit dem Freestyle angefangen habe! Aufgewachsen bin ich auf Aruba. Das Wasser ist dort nicht sehr tief und es herrscht das ganze Jahr über perfekter Wind zum Surfen. Dadurch hab ich schon als kleines Mädchen viele Stunden auf dem Wasser verbracht.
Als ich anfing mit dem Freestyle, kamen die besten Freestyler von den karibischen Inseln: Bonaire und Venezuela. Sie waren meine Vorbilder und das Niveau, auf dem sie sich bereits befanden, war auch mein Ziel. Außerdem liebe ich das Windsurfen. Nachdem ich nun seit 17 Jahren auf dem Brett stehe, kann ich jetzt wirklich behaupten, dass der Spaß am Windsurfen niemals verloren geht. Es gibt auch immer wieder so viel Neues, das ich noch lernen kann.''

Wie hast du dich auf die ankommende Saison vorbereitet?
''In diesem Jahr war ich bereits dreimal in Kapstadt um dort die Wellen zu trainieren.
Außerdem waren wir eine Woche zum Shooting mit Brunotti auf Bonaire und dort hatten wir richtig viel Wind. Dadurch konnte ich dort schon richtig gut mein Freestyle trainieren. Dazu habe ich in diesem Jahr schon viel Zeit auf Aruba verbracht. Unerwartet habe ich dort zusammen mit meinem Bruder echt coole Wellentage erleben dürfen.
Zu guter Letzt habe ich vor, rechtzeitig auf die kanarischen Inseln zu reisen, um mich dort auf die Meisterschaften im Juli vorzubereiten.''

Als du letztes Jahr deinen Freestyle Weltmeistertitel in Fuerteventura gewonnen hattest, waren deine Worte, dass du ehr einfach nur erleichtert anstatt richtig glücklich darüber bist, es geschafft zu haben. Ist der Druck in diesem Jahr genauso hoch?
''Ja, es war wirklich hart im letzten Jahr. Viele glauben, dass ich die Freestyle Wettbewerbe problemlos gewinne, und sie können sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend so ein Wettkampf ist! Auch meine Gegner werden immer besser und ich wollte doch unbedingt den 10. Titel in Händen halten. Das alles zusammen sorgt für besonders viel Druck und in meinem Kopf wurde dieser nur noch größer.
Schlussendlich habe ich mein Ziel erreicht und den Titel gewonnen, den Wettkampf konnte ich jedoch nicht wirklich genießen. Ich aß zu wenig und konnte kaum schlafen. Ich fuhr die sichere Tour, obwohl ich eigentlich richtig gute Heats und meine neuen Moves zeigen. Das zeigte mir, dass ich die Sache zu ernst genommen habe, oder?! In diesem Jahr möchte ich mich immer wieder daran erinnern, dass ich die Wettkämpfe auch genießen möchte :-)

Den Weltmeistertitel im Freestyle und Slalom hast du bereits in der Tasche, dass einzige, was dir noch fehlt, ist der Weltmeistertitel im Wave. Und diesen willst du auch unbedingt bekommen. Was fehlt dir noch zum Durchbruch in dieser Disziplin?
''Ich denke, ich brauche noch etwas mehr Zeit für mein Wavekit. Durch mein Freestylen hab ich bereits ein gutes Gespür für die richtige Ausrüstung. Springen funktioniert dadurch ebenfalls wirklich gut, ich weiß immer wo ich mich in der Luft befinde. Trotzdem erschrecke ich mich immer mal wieder, wenn ich doch etwas zu hoch springe, haha. Auf Aruba gibt es nicht so viele Wellen, deshalb habe ich noch nicht so oft Wellenreiten können. Was mir noch fehlt ist das richtige Timing und Erfahrung im Wellenreiten. Aber ich trainiere genau das gerade besonders stark!''

Am Mittwoch, dem 4. April, fängt für Sarah-Quita der erste PWA World Cup in diesem Jahr an. Verfolge ihre Wettkämpfe und folge Sarah-Quita auf Brunotti Instagram!

durch Anouk Van Haaster